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Wenn Sie Ihre Raumluft untersuchen lassen, bekommt man wichtige Hinweise über die Belastung der Atemluft durch chemische Substanzen oder Schimmel. Damit kann der Baubiologe bei verdecktem Schimmelbefall die Schimmelsporen in der Raumluft messen.

Besteht Verdacht auf verdeckten Schimmel – Befall  ?

Probennahmegerät um Raumluft untersuchen zu lassen

Probennahmegerät für das Untersuchen der Raumluft auf Schimmelsporen (Bild: Hausdiagnose Linsengericht)

Wenn wir Ihre Raumluft untersuchen, kann man auf eine verdeckte Schimmelpilzquelle im Raum schließen. Hierbei bringt man ein bestimmtes Luft-Volumen mit einer Spezialpumpe auf Nährböden auf. Diese wertet ein Labor anschließend aus. Dort bestimmt ein Fachmann Anzahl, Gattung und Art der Pilze. Im Rahmen einer solchen Untersuchung kann man also herumfliegende Schimmelsporen messen.

Dieses Laborergebnis benutzt der Baubiologe zusammen mit der Feuchtemessung und den Eindrücken aus der Ortsbegehung. Im Nachgang kann er anhand von Geruch, Baumaterialien, Schwachstellen am Haus, usw. auf nicht sichtbare Schimmelpilzquellen schließen.

Verdeckter Schimmelbefall kann z.B. vorkommen:

  • unter Tapeten,
  • bei zu geringem Abstand zwischen großflächigen Möbeln und der Außenwand
  • hinter Styropor an der Innenseite von Außenwänden
  • zwischen Gipskartonplatten und der Außenwand
  • in Trockenbauwänden nach Wasserschäden
  • unter der Trittschalldämmung des Estrichs (Neubaufeuchte, Wasserschäden)
  • in Hohlräumen, Vorsatzschalen und Schächten
  • Klima-Anlagen, Lüftungsanlagen (mangelnde Wartung)

Wenn die Schimmelpilze bzw. die Schimmelsporen aus solchen Bauteilen in die Raumluft gelangen, kann sie der Baubiologe also messen.

Übrigens: Muffige Gerüche sind nicht immer ein Hinweis auf Schimmel. Wenn sehr viel Feuchtigkeit im Spiel ist (Wasserschaden), kommt es häufig zu einem starken Bakterienwachstum. Diese Bakterien sind oft verantwortlich für faulige, modrige oder leicht säuerliche Gerüche. Auch sie lassen sich manchmal in der Raumluft nachweisen.

Raumluft untersuchen zur Vorbeugung

Schimmelpilzsporen

Schimmelsporen atmet der Mensch ein (Bild: Pixabay)

Insbesondere wenn Kinder oder chronisch kranke Menschen im Haus wohnen, sollten SIE keinen Schimmelbefall dulden. Deren Immunsystem ist mit einer hohen Zahl an Schimmelsporen oft überfordert. Schimmel – Erkrankungen, Allergien oder viele andere Symptome sind die Folge von Schimmelbefall im Haus. Eine solche Raumluftuntersuchung dient also auch der Vorbeugung.

Raumluft untersuchen bei Krankheiten

Viele Beschwerden oder Krankheiten können von Schimmelpilzen ausgelöst oder verstärkt werden.

Dieses sind z.B.:

  • Atemwegserkrankungen und Asthma
  • Schleimhautreizungen im Bereich von Augen und Atemwegen
  • Kopfschmerzen
  • häufige grippale Infekte
  • chronische Schlafstörungen
  • häufige Magen-Darm-Infekte

Manche Schimmelpilzarten sind besonders kritisch. Diese sollten bestenfalls in sehr geringer Zahl vorkommen. Deren Beseitigung nach einer Raumluftuntersuchung bringt oft eine Linderung der Gesundheitsbeschwerden.

Raumluft untersuchen zur Sanierungskontrolle

Wenn ein großflächiger sichtbarer Befall in der Wohnung vorhanden ist, hilft nur noch eine Schimmelsanierung. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Untersuchung der Luft überflüssig. Jetzt muss man ohnehin mit einer übermäßigen Zahl an Schimmelpilzen rechnen.

Bei einem solchen Befall kann der Schimmelsanierer manchmal die Oberflächen reinigen. Allerdings muss man häufig Bauteile ausbauen und entsorgen. Das gilt insbesondere für verschimmelte Gipskartonplatten, Holzwerkstoffplatten, Gipsputze oder Tapeten. Anschließend kann der Baubiologe mit einer Raumluftbeprobung noch verbliebene Schimmelsporen in der Luft messen. Eine solche Freimessung nach einer Feinreinigung wird auch im Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes dringend empfohlen.

 

Eine Raumluftuntersuchung hat gewisse Regeln

Oftmals werden im Internet vermeintlich billige Lösungen für eine Raumluftuntersuchung auf Schimmel angeboten. Diese Labore verschicken Nährböden, welche die Kunden im Zimmer aufstellen sollen. Anschließend erfolgt eine Auszählung der herangewachsenen Sporen – meistens auch wieder durch den Kunden. Dies ist kein geeignetes Verfahren, um einen verdeckten Schimmelbefall zu finden. Man kann hiermit auch nur schlecht Sporen in der Luft messen. Hierbei  hat man kein festgelegtes Luftvolumen, keine exakte Beaufschlagung des Nährbodens mit Sporen und keinen Vergleich mit der Außenluft. Insbesondere eine Auswertung durch den Laien (bloßes Zählen der gewachsenen Pilze) ist ungeeignet. Hierfür gibt es Labore, die eine genaue Unterscheidung der Schimmelpilzarten und -Gattungen vornehmen. Nur so kann der Fachmann eine mögliche Schimmelpilzquelle feststellen.

Haben Sie noch Fragen zu Schimmel oder anderen Themen der Baubiologie ?

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