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Schimmel im Keller

Schimmel im Keller sieht nicht nur hässlich aus, sondern kann auch sehr gesundheitsschädlich sein. Die giftigen Schimmelsporen verteilen sich in der Luft, wo Sie von den Bewohnern eingeatmet werden. Die Konzentration und die Art der Schimmelsporen kann der Fachmann messen.

Deshalb gilt: Schimmel im Keller muss man verhindern !

Einige Tipps zur Vorbeugung gegen Schimmel im Keller

  1. Im Sommer nur nachts oder in den frühen Morgenstunden lüften, wenn es draußen trockener ist als im Keller (absolute Luftfeuchte innen und außen messen vergleichen). Dann die Keller – Fenster auch nicht “auf Kipp” stellen.
  2. Im Winter regelmäßig lüften. Kellerräume jedoch nicht zu sehr auskühlen lassen.
  3. Keller wenn möglich leicht beheizen. Am besten sind Fußleistenheizungen, Fußbodenheizungen oder sonstige Strahlungsheizungen. Sie erwärmen zuerst die Bauteile und verhindern so die Bildung von Schimmel
  4. Keine großflächigen Gegenstände wie Möbel direkt vor die Keller – Außenwände stellen. Alle Wände müssen stets gut austrocknen können damit sich kein Schimmel bildet.
  5. Verwenden Sie zur Wandverkleidung oder bei der Kellersanierung  nur diffusionsoffene Materialien (Kalkputze, Kalkfarben, Silikatfarben) anstatt Tapeten, Dispersionsfarben, Latexfarben, Gipskartonplatten usw.
  6. Anti – Schimmel – Farben sind meistens nicht lange wirksam und beseitigen nicht die Ursache für Schimmel
  7. Kondenstrockner aufstellen (vor allem im Sommer) oder ggf. Lüftungsanlage einbauen. Insbesondere, wenn keine Fensterlüftung möglich ist.
  8. Relative Luftfeuchtigkeit nicht über ca. 60 % ansteigen lassen.
  9. Sorgen Sie für eine intakte Außenabdichtung gegen Feuchtigkeit bei erdberührten Wänden im Keller. Achten Sie darauf, dass Oberflächenwasser / Regenwasser stets sofort vom Haus wegfließt. Verhindern Sie aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk mittels einer wirkungsvollen Horizontalsperre. Aufsteigende Feuchtigkeit ist eine Hauptursache für gammelige Kellerräume und Schimmelsporen.

 

Schimmel im Keller

Schimmel im Keller – Die Ursachen muss man finden (Bild: Hausdiagnose Linsengericht)

Weitere Voraussetzungen für schimmelfreie Kellerräume

Die wichtigste Voraussetzung für einen Keller ohne Schimmelbildung ist, dass die Luft und auch alle Bauteile trocken bleiben. Dieses erreicht man zum Einen durch richtiges Lüften. Es ist jedoch mindestens genauso wichtig, dass eine vernünftige Feuchteabdichtung der erdberührten Kellerwände vorliegt. Sie muss man von außen aufbringen. Verwenden Sie vor allem bei einer Kellersanierung hochwertige Bauprodukte aus dem Fachhandel, die aufeinander abgestimmt sind. Hier sind in erster Linie bituminöse Dickbeschichtungen zu nennen. Je nach vorliegendem Wasser-Lastfall werden sie mehrlagig oder mit Armierungsgewebe aufgetragen. Diese Beschichtungen muss man zudem vor mechanischer Beanspruchung mittels Kunststoff-Noppenbahnen schützen.

Bei Neubauten bietet eine sogenannte “weiße Wanne” aus wasserundurchlässigem Beton größtmögliche Sicherheit gegen eindringende Feuchtigkeit von außen. Weiterhin ist darauf zu achten, dass Rohrdurchführen in Keller – Außenwänden mit speziellen Bauteilen (Ringraumdichtungen, Durchführungsmanschetten) ausgestattet sind. Zudem erhöht eine Perimeterdämmung die Temperatur der Außenwände etwas.  Nur so bleibt der Keller trocken und frei von Schimmel.

Des Weiteren bietet eine wirksame Horizontalsperre im Mauerwerk einen Schutz vor Schimmelbildung im Keller. Sie soll verhindern, dass aufsteigendes (Grund-) Wasser in der Wand nach oben steigt und diese befeuchtet. In Altbauten sind diese Horizontalsperren oft defekt oder gar nicht vorhanden. Deshalb bildet sich dort oft Schimmel im Sockelbereich. Im Rahmen einer Kellersanierung hilft hier am besten, dünne Edelstahlbleche horizontal in die Wand einzutreiben. Dieses Verfahren ist jedoch recht aufwändig und kostenintensiv. Die vielfach angepriesenen Sperrflüssigkeiten sind meistens leider nicht so wirkungsvoll und bieten nur wenig Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit und Schimmelbildung.

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