Wie kann man Schadstoffe im Haus messen?

Schadstoffe im Haus

Unser Baubiologe kann Schadstoffe im Haus messen und Wohngifte finden !

Mit einem Luftanalysegerät kann der Sachverständige die Luftqualität in Innenräumen testen.  Eine solche Untersuchung ist z.B. in folgenden Fällen sinnvoll:

  • häufige, unerklärbare Krankheitssymptome und gesundheitlichen Beschwerden
  • störende Gerüche (chemisch oder muffig-modrig)
  • zur Gesundheitsvorsorge der Bewohner
  • nach bzw. während Renovierungsarbeiten
  • Feststellung von Brandgeruchsstoffen
  • Verdacht hinsichtlich Asbest oder künstlichen Mineralfasern (“Glaswolle”)
  • Immobilienkauf (besonders Fertighaus, 70er Jahre)
Schadstoffe im Haus und in Farben messen

Schadstoffe im Haus kann der Gutachter messen (Bild: Hausdiagnose Linsengericht)

Bei einer Schadstoffmessung in der Wohnung  untersucht der Gutachter  für Schadstoffe im Haus je nach Fragestellung und gewünschtem Aufwand ca. 100-250 leichtflüchtige Schadstoffe (Raumluftuntersuchung) oder ca. 90 schwerflüchtige Schadstoffe (Hausstaubuntersuchung).

Bei konkretem Verdacht oder bestimmten Beschwerden kann man auch nur nach Einzelstoffen wie Formaldehyd, Asbest oder künstliche Mineralfasern suchen.

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Raumluftuntersuchung als aussagekräftige Schadstoffmessung im Haus

Eine Raumluftuntersuchung auf Wohngifte ist immer dann sinnvoll, wenn Lösemittel – haltige Produkte vorhanden sind. Dies ist insbesondere der Fall bei

  • Farben und Lacke (auch „Ökoprodukte“),
  • Kleber,
  • Kleister,
  • Silikone,
  • Spanplatten-Produkte, Möbel (Formaldehyd)
  • Duftstoffe in Haushaltsprodukten
  • Reinigungs- und Putzmittel

Bei einer solchen Schadstoffmessung in der Wohnung saugt der Sachverständige mit einer Pumpe ein festgelegtes Luft – Volumen in vorbereitete Prüfröhrchen ein. Vor dieser Probennahme müssen die Bewohner Fenster und Türen mindestens 8 Stunden schließen. Zudem bestimmt der Baubiologe Raumlufttemperatur, Raumluftfeuchte und Luftdruck.

Man kann auch Asbest in der Raumluft des Hauses messen. Eine solche Messung dauert ca. 8 Stunden. Asbest wird jedoch in der Regel nur dann freigesetzt, wenn die Fasern durch schleifen, sägen, brechen bohren usw. aus dem  Material herausgelöst werden. Manchmal sind deshalb auch Materialuntersuchungen empfehlenswert – insbesondere vor geplanten Renovierungsarbeiten. So lassen sich rechtzeitig Schutzmaßnahmen z.B. für die Entfernung von alten asbesthaltigen Bodenbelägen treffen.

Hausstaubuntersuchung

Eine Hausstaubuntersuchung auf Schadstoffe und Wohngifte ist sinnvoll, wenn man Holzschutzmittel (Lindan, DDT) oder Pestizide wie Mottenschutzgifte vermutet. Außerdem finden sich im Staub Weichmacher (Kunststoffprodukte, Teppichrücken), Flammschutzmittel (Lacke, Kunststoffe, Textilien, PVC) oder andere Gifte. Hierbei saugt man ca. 7-10 Tage alten Hausstaub vom Fußboden auf.

Die Prüfröhrchen aus der Raumluftuntersuchung sowie den Hausstaub untersuchen akkreditierte Fachlabore. Anschließend ordnet der Baubiologe diese gefundenen Substanzen den vorhandenen Einrichtungsgegenständen und Baumaterialien zu. So findet er die Schadstoffquellen.

Der Baubiologe kann dann aufgrund dieser Ergebnisse geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffe im Haus vorschlagen.

Materialuntersuchung

Möchten Sie wissen, ob Schadstoffe aus bestimmten Baumaterialien ausgasen, sind Materialuntersuchungen möglich.  Damit kann der Gutachter Holzbauteile, Teppichböden, Laminatböden, Textilien oder Möbel gezielt auf bestimmte Substanzen testen. Diese Materialproben kosten oft auch gar nicht viel. Empfehlenswert sind auch Materialuntersuchungen bezüglich Asbest bei alten Putzen, Spachtelmassen, Fußbodenklebern oder PVC-Böden.

Untersuchung durch Wischproben

Insbesondere in Zusammenhang mit Fogging in der Wohnung können Wischproben sinnvoll sein. Hiermit untersuchen wir  auf verursachende Substanzen wie Weichmacher oder Fettsäuren.

Weiterhin weist man auch Brandrückstände wie Dioxine und Furane mit solchen Wischproben nach.

Ältere Fertighäuser: Wir können Schadstoffe im Haus messen

In älteren Fertighäusern (70er Jahre) sind oft sehr viele Wohngifte zu finden. Die wesentlichen Schadstoffe in einem solchen Haus messen wir in der Luft und im Hausstaub. Diese sind vor allem Formaldehyd, Holzschutzmittel und Asbest.

Bei den meisten Schadstoffmessungen in einem alten Fertighaus ist das krebserregende Formaldehyd in kritischen Konzentrationen zu finden. Es gast hauptsächlich aus den verwendeten Spanplatten aus. Leider nimmt diese Belastung über die Jahre nicht ab. Grund dafür sind die üblicherweise verwendeten, kostengünstigen Harnstoff-Formaldehyd-Harze (=UF-Harze), welche als Kleber die gepressten Holzspäne zusammenhalten. In Europa beinhalten leider 90 % der Spanplatten in Wohnungen diesen gesundheitsschädlichen Schadstoff.

Neben den sich bildenden Schadstoffen im Haus ist ein weiteres Problem der UF-Harze deren geringe Feuchtebeständigkeit. Wenn die Spanplatten z.B. nach einem Wasserschaden feucht geworden sind, hat das Einfluss auf deren Stabilität. Ein Gutachter muss dann beurteilen, ob die Spanplatten aus statischen Gründen in tragenden Wänden verbleiben können oder ausgetauscht werden müssen.

Wenn die Konzentration der leichtflüchtigen, luftgetragenen Schadstoffe im Haus nicht übermäßig hoch sind, kann man diese durch verstärkte Lüftungsmaßnahmen recht gut in den Griff bekommen.

Bei schwerflüchtigen Wohngiften wie Lindan, PCP, DDT usw. hilft lüften kaum, weil sich diese Substanzen vorwiegend am Staub anlagern. Wenn derart belastete Bauteile im Gebäude vorhanden sind, bleibt meistens nur deren Entfernung aus dem Gebäude.

Ebenso erfassen wir auch die für den typischen Fertighausgeruch verantwortlichen Chloranisole. Diese treten zum Beispiel immer dann auf, wenn Feuchtigkeit an Spanplatten und vor allem an mit Holzschutzmittel behandelten Bauteile gelangt. Bei älteren Fertighäusern kommt es nämlich manchmal zu Kondensatbildung in den Außenwänden, wenn deren Wärmedämmung nicht mehr in Ordnung ist.

Der Gutachter für Schadstoffe im Haus wird nach diesen Giften suchen und entsprechende Vorschläge  für eine Sanierung unterbreiten.

Was kostet eine Schadstoffmessung in der Wohnung ?

Im Internet gibt es viele Angebote von “Do-it-yourself-Tests” bezüglich Schadstoffmessungen oder Raumluftuntersuchungen. Hierbei kann man sich diverse Prüfröhrchen von Laboren zuschicken lassen. Solche “Selbst-Tests” sind zwar verhältnismäßig billig. Deren Aussagekraft lässt jedoch häufig zu Wünschen übrig.

Kosten Schadstoffmessung Wohnung

Die Kosten für eine Untersuchung auf Wohngifte sind gut investiert (Bild: Pixabay)

Beispielsweise muss man für eine professionelle Raumluftmessung auch die klimatischen Randbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck im Haus bestimmen. Weiterhin sind verschiedene Gesundheits – Symptome auch auf gewisse Schadstoffe wie z.B. Formaldehyd, Weichmacher oder Lösemittel zurückzuführen. So kann der Profi die zu untersuchenden Substanzen oft schon eingrenzen.

Eine solche Untersuchung sollte deshalb stets ein ausgebildeter Experte (Baubiologe) durchführen.

Deshalb investieren Sie bitte etwas mehr, um ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten. Qualität hat eben Ihren Preis. Nur so kann man z.B. den Gesundheitsproblemen der Bewohner durch Wohngifte auf die Spur kommen.

Die Kosten für einen Gutachter für Schadstoffe im Haus sind gut investiertes Geld

Die Kosten für eine Schadstoffmessung richten sich grundsätzlich auch nach der Anzahl der zu untersuchenden chemischen Substanzen. In der Regel liegen sie zwischen 250 Euro und 600 Euro. In diesem Preis sollte jedoch auch eine ausführliche Beratung durch den Baubiologen enthalten sein. Außerdem gehört ein schriftlicher Bericht mit Empfehlungen und Sanierungsvorschlägen zum Guten Ton. Das relativiert die höheren Kosten im Vergleich zum Selbsttest wieder. Insbesondere dienen solche Untersuchungen dem Schutz der Gesundheit. Wenn man Wohngifte rechtzeitig erkennt und aus dem Haus entfernt, sinkt das Risiko für langwierige Krankheiten.

Hinzu kommt noch, dass der Gutachter für Schadstoffe im Haus nach einer Raumluft – Messung häufig die Schadstoff-Quelle suchen muss. Ein weit entferntes Labor kann das oft nicht leisten. Hierzu braucht es weitere Untersuchungen vor Ort mit akzeptablen Kosten.

Welche Schadstoffe kann man noch in einem Haus messen ?

Neben den vorgenannten Wohngiften wie Holzschutzmittel, Flammschutzmittel, Weichmacher, Lösungsmittel und Formaldehyd findet unser Gutachter für Schadstoffe auch häufig Schwermetalle im Staub. Vorwiegend in älteren Häusern wurden solche Substanzen wie Cadmium, Arsen oder Aluminium als Holzschutzmittel eingesetzt. In alten weißen Holzlacken war früher oft Blei enthalten (“Bleiweiß”).

Diese Schwermetalle können zu Beschwerden und Symptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Nervosität sowie Muskel- und Gelenkschmerzen führen. Eine Sanierung ist dann empfehlenswert.

 

Möchten Sie wissen, welche Schadstoffe oder Wohngifte Sie in Ihrer Wohnung einatmen ?

Dann sprechen Sie unseren Baubiologen gerne an.

Er kann auch “Ihre” Schadstoffe im Haus messen.